Santo Antão – die Wanderinsel

Beeindruckende Berge mit wolkenumhüllten Gipfeln, tiefe grüne und fruchtbare Täler, die kleine Stadt Ponta do Sol mit portugiesischen Einflüssen und herrliche Wanderungen in Landschaften, die zu den schönsten und spektakulärsten der Kapverdischen Inseln zählen, machen Santo Antão zu einem ganz besonderen Highlight.

Santo Antão ist mit 779 km² die zweitgrößte Insel des Archipels und gleichzeitig die westlichste. Ihr Relief ist weitaus beeindruckender als das der restlichen Inseln. Eine breite Bergkette, die an vielen Stellen 1.500 m übersteigt und mit dem Tope da Coroa mit 1.979 m ihren höchsten Punkt erreicht, halbiert die Insel in einen nördlichen und einen südlichen Teil. Hohe Berge und tiefe Täler zerklüften die Insel.

Der Süden und Westen erscheinen karg, im Norden und Osten dagegen wird man in subtropischem Klima von einer reichen Vegetation überrascht, Fichten- und Kiefernwälder begrünen die Ribeiras ebenso wie Dattel- und Kokospalmen, Mango- und Affenbrotbäume, Zitrus-, Mandel-, Papaya- und Orangenbäume. Im Gebirge wird auf Terrassenfeldern, die teils aus schwarzer Lavaerde, teils aus weißem Pozolana bestehen, Mais, Ananas, Kaffee und Maniok angebaut. Es duftet nach Eukalyptus, Lavendel und sogar Lotusblüten. Akazien, wilde Feigen und Drachenbäume säumen vielerorts die Wege.

Die fast 50.000 Einwohner der Insel leben vorwiegend in den Städten Porto Novo, Ponta do Sol, Paúl und Ribeira Grande. Dennoch sind die Menschen auf Santo Antão ein Bergvölkchen: Sie haben, bei all ihrer kapverdischen Lebensfreude auch etwas Raues und Schweres. Hier ist der Musikstil und Tanz der „Colá“ zu Hause.

Im Süden der Insel liegt Porto Novo mit seinem Hafen, in dem auch die Fähre von Mindelo anlegt (ca. 1 Stunde Überfahrt). Eine besondere Attraktion ist die Passstraße von Porto Novo nach Ribeira Grande auf der anderen Seite der Bergkette. Schnell wandelt sich die Landschaft von wüstenhaft trocken zu erfrischend waldreich. Frische Bergluft weht durch Pinien, Mimosen, Zypressen und Eukalyptusbäume. Immer wieder eröffnen sich fantastische Ausblicke.

Ribeira Grande ist der Hauptort der Insel. Hier herrscht eine sehr angenehme und entspannte Atmosphäre, die zum Schlendern und Verweilen einlädt. Ponta do Sol ist ein Fischerort, der sich immer mehr zum sympathischen Mittelpunkt des Wandertourismus auf Santo Antão entwickelt. Schön ist der pittoreske kleine Fischerhafen und die dramatische Bergkulisse. Ein Spaziergang nach Fontainhas führt entlang der Klippen und eröffnet immer wieder herrliche Blicke auf Meer und Berglandschaft.

Wichtig für die Insel ist der Zuckerrohranbau und damit einhergehend die Produktion von Grogue. Das Paúl-Tal, ist das grünste Tal der Kapverden. Die Wanderungen hier sind einmalig schön. Eine dieser Wanderungen führt vom Cova-Krater, einer kreisrunden Caldeira, hinunter zum Ort Paúl.

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